Facharzt für Strahlentherapie

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Klassische Homöopathie

Klassische Homöopathie ist jene From der Homöopathie, die nach den Methoden des Begründers der Homöopathie, dem Arzt Samuel Hahnemann, der 1755 in Meißen geboren wurde, vorgeht. Ein Selbstversuch mit Chinarinde rief bei Hahnemann „alle mir sonst beim Wechselfieber gewöhnlichen Symptome“ hervor „doch ohne eigentlichen Fieberschauder“. Deshalb formulierte Hahnemann die Vermutung, dass die Fähigkeit, vergleichbare Symptome hervorzurufen, für die Heilwirkung der Chinarinde bei Malaria verantwortlich sein könnte. Die Chinarinde ist ein Baum, der im Norden Südamerikas beheimatet ist, und der in der Volksmedizin der Ureinwohner gegen Malariafieber zum Einsatz kam. 1796 formulierte Hahnemann dann das Prinzip, „Ähnliches mit Ähnlichem“ zu heilen und begann immer kleinere Dosen einer Arznei zu verwenden, da das die Heilkräfte einer Arznei erst wahrhaft aufschließe.

Wundheilung mit Homöopathie

Homöopathische Mittel können den Heilungsprozess von Wunden unterstützen, indem sie die Gewebereparatur fördern, Entzündungen lindern und Infektionen vorbeugen.
Homöopathie ist ein ganzheitliches, medizinisches System, das nach dem Prinzip „Ähnliches heilt Ähnliches“ funktioniert und stark verdünnte, potenzierte Substanzen, wie z.B. Calendula, verwendet, um die körpereigenen Heilungsmechanismen anzuregen.

Calendula officinalis (Calendula)

Zur Herstellung der homöopathischen Arznei Calendula officinalis (Calendula) werden die frischen, zur Blütezeit gesammelten, oberirdischen Pflanzenteile der Ringelblume verwendet. Die Ringelblume zeichnet sich aus durch ihre duftenden orangefarbenen bis gelben, körbchenartigen Blüten was durch ihre schönen, mittelgrünen Blätter noch unterstreichen wird.

Ringelblume
Ringelblume

Calendula ist ein primäres Mittel zur Förderung der Wundheilung. Es hilft, Infektionen vorzubeugen, Entzündungen zu reduzieren und eine gesunde Granulation des Gewebes zu fördern und kann bei langsam heilenden Wunden hilfreich sein. Dazu kann Calendula bei oberflächlichen Wunden in Form von Cremes, Salben oder Tinkturen angewendet werden. Bei tiefen Wunden ist es vorteilhaft, Calendula innerlich in Form von Globuli anzuwenden.

Zubereitung von Globuli

Im Zuge eines homöopathischen Zubereitungsverfahrens wird ein Ausgangsstoff, zum Beispiel Ringelblume, mit einem Alkohol-Wasser-Gemisch angesetzt. So entsteht die sogenannte Urtinktur. Ein weiterer wesentlicher Schritt des homöopathischen Zubereitungsverfahren ist das so genannte Potenzieren. Dabei wird ein Teil der Urtinktur mit neun Teilen Wasser-Alkohol-Gemisch verdünnt. Das Fläschchen wird dann zehnmal mit der Hand geschüttelt. So entsteht die Potenz D1. Verdünnt man im Verhältnis 1:100 erhält man die C-Potenzen. Nach Erreichen der gewünschten Potenz, zum Beispiel D6 oder C30, werden Globuli, mit dem Wasser-Alkohol-Gemisch benetzt.

Das homöopathische Zubereitungsverfahren ist nach dem Benetzen der Globuli mit dem potenzierten Wasser-Alkohol-Gemisch einer Urtinktur abgeschlossen. Die homöopathische Arznei ist hergestellt und steht dem Arzt zur Verschreibung  und den Patienten zur Einnahme zur Verfügung.

Welche Dosierung der Globuli?

Im akuten Stadium einer Wunde wird man am ehesten eine niedrige D Potenz, z.B. D6 einmal täglich oder C30 einmalig einnehmen. Bei schlecht heilenden Wunden ist eher ein sogenanntes Konstitutionsmittel angezeigt, das der homöopathisch tätige Arzt nach einer entsprechenden Anamnese verordnet. In diesem Fall kommen sogenannte Hochpotenzen, wie z.B. C200, zum Einsatz.

Silicea (Silica)

Die homöopathische Arznei Silicea wird aus Siliciumdioxid hergestellt, das auch als Silica bekannt ist und in der Natur häufig als Quarz vorkommt. Silicea unterstützt das Immunsystem und ist indiziert bei nicht heilenden oder langsam heilenden Wunden. Der diabetische Fuß ist eine Erkrankung, die aufgrund häufiger Komplikationen wie peripherer Neuropathie, Infektionen und peripherer arterieller Verschlusskrankheit besonders anfällig für schlecht heilende Wunden ist. Die homöopathische Arznei Silicea ist ein wirksames Mittel gegen diabetische Fußgeschwüre.